Testamentseröffnung in Spanien

Testamentseröffnung in Spanien

Keine Testamentseröffnung in Spanien

Eine Testamentseröffnung im Sinne des deutschen Rechts gibt es in Spanien nicht. 

Verschlossenes Testament

Ein verschlossenes Testament (testamento cerrado) ist nach dem Tod des Erblassers dem zuständigen Notar vorzulegen (Art. 712 Abs. 1 CC). Der Notar, der das geschlossene Testaments beurkundet hat und vom Erblasser zum Verwahrer desselben bestimmt wurde, muss innerhalb von zehn Tagen, nachdem er vom Tod des Erblassers Kenntnis erlangt hat, das Vorhandensein des Testaments dem überlebenden Ehegatten, den Nachkommen und den Verwandten in aufsteigender Linie des Erblassers und, falls diese nicht vorhanden sind, den Verwandten in der Seitenlinie bis zum vierten Grad mitteilen (Art. 712 Abs. 2 CC). 

Offenes Testament

Ein offenes Testament (testamento abierto) verbleibt im Original beim beurkundenden Notar. Außerdem benachrichtigt er das Zentrale Testamentsregister (Registro Central de Última Voluntad) in Madrid darüber, dass das spanische Testament bei ihm hinterlegt ist. Dies ist allerdings keine Voraussetzung für die Wirksamkeit. 

Zentrales Testamentsregister

Personen mit berechtigtem Interesse können nach dem Tod einer Peron über das Zentrale Testamentsregister (Registro de Actos de Última Voluntad) Information über etwaige Testamente erhalten.

Das Zentrale Testamentsregister erteilt auf Antrag eine Bescheinigung über letztwillige Verfügungen (certificado de actos de última voluntad). Dieses listet in Spanien errichtete notarielle Testamente (testamento notarial) und dort auf Antrag registrierte Testamente, den Urkundsnotar und die Registernummer auf. 

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